Voller Stolz können wir für den Landkreis Goslar sagen, dass wir seit Gründung unserer Elterninitiative, aus einem ursprünglich sehr dunkelgrauen Fleck auf der deutschen Integrationslandkarte einen strahlenden hellen Fleck geschaffen haben.
Unser Anspruch ist und war, die Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderung in unserem Alltag in allen Lebensbereichen zu verbessern. Wir beraten und begleiten Eltern gehandicapter Kinder und Jugendlicher und stehen den verantwortlichen Menschen aus Politik, Behörden etc. als Ansprechpartner zur Verfügung.

In den vergangenen 12 Jahren ist es uns gelungen in enger Zusammenarbeit mit den politischen Vertretern/innen und Mitarbeitern der betroffenen Behörden ein nahezu durchgängiges Konzept für die gemeinsame Bildung von Kindern und Jugendlichen – beginnend in Kinderkrippen, Kindergärten, Grund- und Sekundarschulen ins Lebens zu rufen. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts ist ein hoher Qualitätsstandard und Kontinuität im Bereich des Personals für die Schulbegleitungen, die Einbindung von Therapieangeboten und ein Beratungsangebot für Eltern von Kindern mit Förderbedarf.

Diese Eltern haben heute die Wahlmöglichkeit zwischen einer integrativer Regelbeschulung oder der sonderpädagogischer Förderung in Förderschulen. Fast 100 % der Grundschulen arbeiten im Konzept der sonderpädagogischen Grundversorgung und im Sekundarbereich stehen alle Schulformen – einschließlich der des Gymnasiums – für die integrative Beschulung bereit.

Die Integration von behinderten Menschen hat im Alltag des Landkreises Goslar bereits heute einen hohen Stellenwert. Es ist uns gelungen „im Kleinen“ ein gesellschaftspolitisches Umdenken in Bezug auf die Einbindung von Menschen mit Handicaps zu erreichen. Durch ein langjähriges breites Freizeitprogramm, welches ERIK dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren, anbieten konnte, wurden im Landkreis viele Vereine überzeugt, sich auch hier selbst auf den Weg zu machen und Kinder und Jugendliche auch im Vereinsleben zu integrieren.

Aktuell bemühen wir uns darum – im Rahmen der UN-Konvention zur Stärkung der Rechte behinderter Menschen - ein inklusives Lernen und Leben in den Bereichen Berufsbildung, Arbeiten und Wohnen (mit Beginn des kommenden Schuljahres wird es in unserem Landkreis erstmalig ein besonderes integratives BVJ geben) umzusetzen.