Gegründet wurde ERIK letztendlich aus der Not heraus – es gab kaum, besser gesagt keine Anlauf- und Beratungsstellen, die Eltern von behinderten Kindern über die gesamte Bandbreite der  Fördermöglichkeiten informieren bzw. beraten konnten. 
Der steinige Weg den wir Eltern zu gehen haben, um einen integrativen Kindergartenplatz, geschweige denn einen integrativen Schulplatz oder Arbeitsplatz für unsere „besonderen“ Kinder zu bekommen, ist ganz automatisch verbunden mit einer hohen Wissensaufnahme.

Damit nicht alle Eltern die nach uns den selben steinigen Weg gehen müssen, beschlossen wir unser Wissen an Dritte sowie an  alle an der integrativen För­derung eines beeinträchtigten Kindes beteiligten Menschen weiterzugeben.

Hiermit erfüllt ERIK Goslar auch eine grundsätzliche Forderung aus der UN Behindertenrechtskonvention:

UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Artikel 8 Absatz 1 „Bewusstseinsbildung“ 

.....verpflichten sich, sofortige, wirksame und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um in der gesamten Gesellschaft, einschließlich auf der Ebene der Familien, das Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen zu schärfen und die Achtung ihrer Rechte und ihrer Würde zu fördern...

....Klischees, Vorurteile und schädliche Praktiken gegenüber Menschen mit Behinderungen, einschließlich aufgrund des Geschlechts oder des Alters, in allen Lebensbereichen zu bekämpfen.....

.... das Bewusstsein für die Fähigkeiten und den Beitrag von Menschen mit Behinderungen zu fördern........


Der Weg für unsere besonderen Kinder in ein „normales“ Leben ist zur Zeit noch für die ganze Familie ge­kennzeichnet von Diskriminierung, Rechtfertigungs- und Erklärungszwängen sowie der Aber­kennung jeglicher Entscheidungskompetenz in Bezug auf die optimale Förderung. Auch die ge­sunden Geschwisterkinder müssen die Erfahrung von Ausgrenzung die im Zusammenhang mit dem behinderten Geschwisterkind steht schon in früher Kindheit erfahren.

Es ist nicht zu verstehen, dass der Weg zu einer integrativen Beschulung und Arbeitswelt abhängig ist vom Wohlwollen Einzelner, vom Engagement und der Kraft der Eltern. Der permanente Zwang der Rechtfertigung für ein bisschen gesellschaftliche Normalität – für die ganze Familie – und das Gefühl als Bittsteller immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, ist entwürdigend und diskriminie­rend.

ERIK Goslar versucht deshalb durch persönliche Beratung und Unterstützung von Eltern und beeinträchtigten Personen, dass Sie ihre Rechte  besser wahrnehmen und durchsetzen können.

Außerdem führt ERIK Goslar zu den unterschiedlichen Themen Informationsveranstaltungen oder Workshops durch um die die Akzeptanz und das Wissen über inklusive Entwicklungen zu verbessern.

Hierbei sind wir natürlich immer auf die Mitarbeit von betroffenen Eltern angewiesen und auf aufgeschlossene Menschen aus allen Bereichen, die sich für ein selbstbestimmtes Leben von beeinträchtigte Menschen einsetzen.